Dr. Fuellmich per Audio aus U-Haft: An Vorbereitung für Revisionsverfahren schwer behindert

Nach seiner skandalösen Verurteilung durch das Landgericht Göttingen und die plötzliche U-Haft-Verlegung hat sich Dr. Reiner Fuellmich am 8.6.2025 nun erstmals mit einem Statement per Audio zu Wort gemeldet. Ungebrochen und kämpferisch kritisiert er die blitzschnelle Verlegung in eine andere Haftanstalt, ohne dass er seine Prozessunterlagen und seine Schreibmaschine habe mitnehmen können. Er werde dadurch schwer behindert, sich auf den Revisions-Prozess vor dem BGH rechtzeitig fundiert vorzubereiten. Daher habe er auch noch nicht sein „letztes Wort“ veröffentlichen können, das in eine Strafanzeige gegen die Göttinger Richter gekleidet sei. Wir bringen nachfolgend das Transkript seines Audios. (hl) 

Liebe Freunde,

nachdem ich nun im Rahmen einer Überrumpelungsaktion aus der JVA Rosdorf im Süden Niedersachsens in die JVA Bremervörde im Norden Niedersachsens verlegt wurde, will ich mich mit einem kurzen Statement für Eure anhaltende Unterstützung bedanken. Denn es ist durch – auch die internationale, nicht nur die deutsche, sondern die internationale – menschliche Connection, Verbindung, von uns allen auf dieser Seite des Zauns (möglich), dass ich aus diesem Krieg gegen das Böse, der ja auch gegen mich läuft, dass ich hier wieder rauskomme, und dass wir dann und auch schon vorher – das geht ja auch von hier aus – gegen die Monster vorgehen. Wir sind die Kavallerie, niemand sonst.

Wo stehen wir also? In meinem Verfahren habe ich für die Revisionsinstanz beim BGH eine sehr kompetente juristische Vertretung gefunden bei dem Kollegen Edgar Siemund und auch bei dem Kollegen Dr. Miseré.
Und natürlich auch bei Katja Wörmer bedanke ich mich aber auch auf diesem Wege sehr herzlich für ihre Arbeit nicht beim, sondern – letzten Endes muss man sagen – gegen das offensichtlich feindliche und rechtbeugende Göttinger Gericht. Dass das schwer gewesen ist, diese Verteidigungsarbeit, das ist vermutlich niemandem entgangen, der dabei gewesen ist, der das mitbekommen hat.
Die Kollegin Katja Wörmer wird im Revisionsverfahren dem Revisionsanwalt unterstützend zur Verfügung stehen, damit, wenn er spezifische Informationen aus dem Verfahren braucht, über die ich im Moment auch sowieso nicht verfüge – weil alle meine Unterlagen werden mir noch vorenthalten, seit 10 Tagen -, damit der Kollege dann schnell das erfährt, was er erfahren muss.

Auch beim Kollegen Pohl bedanke ich mich: Er konnte zwar als vom Gericht bestellter Pflichtverteidiger den Kampf gegen das Gericht nicht aufnehmen, aber ihm ist es zu verdanken, dass aufgeklärt werden konnte, dass die gemeinsam vom Vorsitzenden Richter Schindler und der Leitung der JVA Rosdorf zu verantwortenden Maßnahmen der weißen Folter ohne jede Grundlage waren. Denn es gab hierfür keinerlei tatsächliche oder dann auch Rechtsgrundlagen, außer die von der JVA- Leitung in Auftrag gegebenen und vorgeschriebenen, frei erfundenen, teilweise auch absolut lachhaften Vorwürfe wie z.B., dass ich mich mit muslimischen Häftlingen unterhalten hätte.

Ich bin allerdings sicher, dass diese Verlegung, diese „Fly by Night“- Verlegung auch aus Angst geschehen ist. Denn die 19 Monate U-Haft in Rosdorf haben mich in die Lage versetzt, die dort herrschenden wirklich unfassbaren Zustände, die sich auch bis in andere Gefängnisse, zumindest unter den Häftlingen rumgesprochen haben, zu erkennen und diese auch mit einer oder sogar mehreren Strafanzeigen zu verfolgen. Ich habe auch anderen Häftlingen geholfen, solche Strafanzeigen aufzusetzen. Wir müssen allerdings davon ausgehen, dass die Göttinger Justiz das versucht, unterm Deckel zu halten.
Und deswegen werde ich diese Strafanzeigen, jetzt nachdem ich nichts darüber gehört habe und auch die Kollegin Katja Wörmer nichts darüber gehört hat, ob da überhaupt Ermittlungen begonnen haben, werde ich das veröffentlichen. Denn es geht ja auch um Nothilfe, da wird Leib und Leben der Häftlinge gefährdet.

Das jetzt vorliegende schriftliche Urteil in meinem Fall entspricht in etwa dem, was Schindler schon mündlich verkündet hatte. Er ignoriert alles, was wir auch mit Hilfe von detaillierten Beweisanträgen, gestützt auf den Akteninhalt der Staatsanwaltschaft, zum wahren Hintergrund des Verfahrens vorgetragen haben:

  • also dass der Verfassungsschutz mich mit Hilfe konstruierter strafrechtlicher Vorwürfe wegen meiner Corona-Arbeit aus dem Verkehr ziehen wollte; und das bezeichnet er dann, soweit er da am Ende der Entscheidung überhaupt darauf zu sprechen kommt, als reine Verschwörungstheorien, denen er nicht nachgehen müsse.
  • Die gegen mich veranlassten Maßnahmen der weißen Folter verharmlost er, ignoriert praktisch alles, insbesondere die wirklich seltsamen und unverzeihlichen Zusammenhänge betreffend meine sterbende Mutter * –  das wird ihm nicht verziehen werden.
  • Das Gutachten des Dr. Külken, das von einer Traumatisierung durch diese Maßnahmen der weißen Folter ausgeht, ignoriert er, spricht es nicht mit einem Wort an.
  • Und die Angriffe auf und die Bedrohung der Verteidigung, insbesondere den versuchten Angriff auf die Kollegin Wörmer – das war ja nun wirklich ein versuchter physischer Angriff – sogar die hält er trotz der ihm vorgelegten unwiderlegbaren Beweise für erlogen, und das, obwohl die eigenen Justizbeamten sie schützen mussten und nach ihrem Zusammenbruch den Notarzt rufen mussten, damit sie im Klinikum behandelt wird.

Zwar erkennt er, dass die Anzeige-Erstatter mir das für die Rückzahlung des Darlehens bestimmte Geld entwendet haben, um überhaupt ihren mit der Strafanzeige erhobenen falschen Vorwurf, ich hätte Darlehen aufgenommen und sie nicht zurückgezahlt, dass sie mir dieses Geld entwendet haben; aber ansonsten ist ihm das völlig egal. Er schreibt da rein, dass sie mindestens in Höhe von 700 000, und das war ja die Darlehenshöhe, keinen Anspruch darauf hatten. Das bedeutet, dass sie es entwendet haben, widerrechtlich. Wir wissen ja, dass es im Wege des Betruges und der Erpressung geschehen ist, aber er lässt das einfach laufen, ignoriert auch, dass die Staatsanwaltschaft das wusste und ständig darüber fortlaufend informiert wurde. Aber er meint, das spielt alles keine Rolle.
Er ignoriert auch, dass die Entwendung des Geldes eben unter den Augen und mit dem Schutz des Verfassungsschutzes, Staatsschutzes, und des Staatsanwalts John gelaufen ist.

Nun, das war von diesem offensichtlich Befehle ausführenden Gericht nicht anders zu erwarten. Ich gehe davon aus, dass auch meine mir innerhalb von wenigen Minuten mitgeteilte und dann durchgeführte Verlegung nach Bremervörde vor allem, vor allem den Zweck hatte, meine Verteidigungsfähigkeit wenn nicht unmöglich zu machen, dann aber doch jedenfalls schwer zu beeinträchtigen. Denn bis heute, also fast 14 Tage nach meiner Verlegung und fast 10 Tage seit dem Kollegen Pohl das Urteil zugestellt wurde und somit die vierwöchige Revisionsfrist zu laufen begann, fehlen mir alle Unterlagen, fehlen mir alle von mir selbst gefertigten Zusammenfassungen und Überblicke, Auswertung der Akte – die Akte selbst fehlt auch – einschließlich natürlich auch der Schreibmaschine. Post wird mir zurzeit gar nicht mehr gegeben. –
Das werden wir ändern, weil hier hat jemand offenbar alles falsch verstanden. Das kann ja nicht sein.

Deshalb habe ich, anders als angekündigt, auch noch nicht mein sogenanntes letztes Wort veröffentlichen können, das ja in eine detailliert auf den Akteninhalt gestützte Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung, Körperverletzung, falsche Anschuldigung und so weiter gekleidet ist.
Aber sobald die Redigierung – da brauche ich die Schreibmaschine zu – des Textes fertig ist, wird es für jedermann möglich sein, sich durch Vergleich des Urteils mit meiner Strafanzeige ein eigenes Bild zu machen.

Unterm Strich – stehe ich immer noch. Und das wird auch so bleiben. Ich werde stehen bleiben, denn das nahezu völlige Chaos überall auf der Welt ist meiner Überzeugung nach nur Teil einer Illusion, einer psychologischen Manipulation, die der gezielten Verwirrung und der gezielten Panikmache dient. Die meisten von uns auf dieser Seite des Zauns sehen das und bleiben ruhig und fokussiert, um in dem meiner Ansicht nach unmittelbar bevorstehenden richtigen Moment das Ruder in die Hand zu nehmen und die Monster zu stoppen und der Gerechtigkeit zuzuführen.

Lasst uns also den Job zu Ende bringen. Denn wir können das!

Ich danke Ihnen und Euch allen für die großartige Unterstützung. Und ich behalte die Nerven, um im richtigen Moment hart zuschlagen zu können. Dazu passt irgendwie, nach meiner Stimmung jedenfalls, der berühmte Song von Al Redding Sitting „On the Dock of the Bay“ oder das etwas merkwürdige aber trotzdem sich gut anhörende Lied von Empire of the Sun mit der Botschaft: „We are the people“.

Bis bald.


Das Audio:

https://www.youtube.com/watch?v=80gwcKMXl3o

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Anmerkung hl:

*  Dr. Fuellmich wollte noch einmal seine sterbende Mutter besuchen. Dies wurde ihm aber vom Gericht nur unter der Bedingung erlaubt, dass er in Handschellen und Fußfesseln in Begleitung bewaffneter Vollzugsbeamter gehen müsste, woraufhin er auf den Besuch der Mutter verzichtete. Diesen letzten Anblick wollte er seiner Mutter nicht zumuten.  

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Autor: hwludwig

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